So könnt‘s auch gehen.

Eine eigene Forschungsabteilung für geteilte Verantwortung. Eine CO2-neutrale Überbauung der Rheintalautobahn. Eine Genossenschaft, der sämtliche Grundstücke im Land gehören. 

Drei der fünf Visionen, die letzte Woche im Rahmen der Architekturtage im dataroom diskutiert wurden. Die Veranstaltung durfte ich gemeinsam mit Urs und Gerhard innerhalb unseres »LandStadt-Projektes« entwickeln und hosten. 

Denn die LandStadt Vorarlberg ist bekanntlich irgendein »Dazwischen«. Ein Möglichkeitsraum, verortet in einer der prosperierendsten Regionen Europas. Überschaubar genug, um gemeinsam entwickelt zu werden, zerbröselt in 96 Gemeinden, reich an Natur, arm an Vision.

Ich glaube, es könnte auch anders gehen. Daher luden wir Architekturbüros und Gestalter ein, eine andere LandStadt Vorarlberg zu entwerfen. Nicht überlegen, was baurechtlich zulässig ist, sondern was gesellschaftlich notwendig wäre. Mit Infrastrukturen, die verbinden statt trennen. Nicht als Masterplan. Nicht als Wettbewerbsbeitrag. Sondern als Behauptung. Jeder brachte ein Bild, teils überzeichnet und spitz. Vision schlug Rendering-Perfektion.

Der Abend lässt mich hoffnungsfroh zurück. Denn die Visionen waren alle nicht aus der Kategorie »schöner wär‘s, wenn‘s schöner wär.« Sondern tatsächlich möglich. Wenn wir heute die Weichen dazu stellen. Es mangelt weder an Ideen noch an Möglichkeiten. Nur an der Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen. 

Danke an das v.a.i. für die Architekturtage Vorarlberg, Valerie Rainer fürs Ermöglichen und Verena Knöpfle für die ausdrucksstarken Bilder

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Der Tourismus, den es nie gab

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Resonanz statt Reiz